Am 29.03. Workshop: Selbstorganisation gegen Patriarchat und Autoritären „Feminismus“

Findest du es feministisch, Menschen in Arbeitslager zu sperren? Personen zu foltern? Findest du Diktaturen feministisch? Das sind Fragen, die sich absurd anhören. Aber gerade in Deutschland und insbesondere im Ruhrgebiet ist es leider Realität, dass innerhalb augenscheinlich „radikaler“ und „antikapitalistischer“ Kreise ein „Feminismus“ aufmarschiert, der die Sowjetunion und/oder DDR in alter oder neuer Form zurückhaben will.

Diese „Feminist*innen“ sehen als ihre Vorbilder Lenin, Stalin, Mao und/oder Frauen, die sich an deren Regimen beteiligt haben. Sie wollen einen starken Staat, der die Menschen mit Strafen „zum besseren“ erzieht mit alle der gewaltsamen Unterdrückung, die dafür nötig ist…

Wir denken, das ist keine anti-patriarchale Antwort, und wir wollen uns den Kampf gegen Patriarchat nicht von ihnen nehmen lassen.

Genauso wenig wie von einem Girlboss „Feminismus“, der in kapitalistische und staatlicher Karriere für Frauen Befreiung sieht und „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit fordert“ – also Entlohnung nach Leistungslogik statt Versorgung der Menschen gemäß ihrer Bedürfnisse

Was ist die Alternativ? Grundsätzlich erst mal Selbstbestimmung, Freiheit, Solidarität und Empathie – nicht Herrschaft.

Darüber hinaus? denken wir, dass während es einige klare Irrwege gibt, wir bessere Wege am besten gemeinsam herausfinden, deshalb laden wir zu einem Workshop ein. Dieser soll sowohl Pläne schmieden, gegen das Patriarchat vorzugehen, als auch ein Ort sein, um sich mit autoritären „Feminismus“ zu beschäftigen.

Ablauf

Der Workshop dauert ca. 4 – 5 Stunden (mit Pausen). Er besteht hauptsächlich aus Kleingruppenarbeit mit anschließenden Austausch und Vorstellungen in der Gesamtgruppe. Dazwischen gibt es kurze Inputs.

Phase 1. Patriarchat analysieren

Wie ist das Patriarchat verbunden mit anderen Herrschaftsformen beispielsweise Kapitalismus, Staat, Kolonialismus und Ableismus? Wie findet sich das Patriarchat in verschiedenen Lebensbereichen wieder? Nach einen kurzem Input zur Besonderheiten der anarchistischen Analysen des Patriarchats, teilen wir uns auf und beschäftigen uns mit den jeweiligen Bereichen.

Phase 2. Autoritärer „Feminismus“ erkennen

Hier bekommt jede Kleingruppe ein Beispiel mit öffentlichen Inhalten von autoritär „feministischen“ Gruppen aus der Region. Wo findet sich in deren Inhalten das Patriarchat wieder? An welchen Merkmalen lassen sich autoritäre „Feminist*innen“ identifizieren? Was wäre eine angemessen Reaktion auf solche Aussagen?

Phase 3. Widerstand selbst organisieren

In der letzten Workshopphase werden wieder Teilbereiche des Patriarchats betrachtet: Wie können wir uns ohne den Staat gegen diesen organisieren? Welche Beispiele dazu gibt es schon?

Ziel ist es nicht abstrakt zu bleiben, sondern ins konkrete Handeln zu kommen.

Denjenigen, die nach dem Workshop mit den anderen in Kontakt bleiben möchten, empfehlen wir vorab Signal auf dem Handy installieren und den Benutzer*innennamen mit zubringen, falls sie ihr Handy Zuhause lassen.

Zeit und Ort

Die Veranstaltung findet am 29.03.2026 im Fluid (Große Beckstr. 12 – Bochum) statt Einlass ist 15.30 Uhr. Ende zwischen 20.00 – 21.00 Uhr.

Zugänglichkeit

Das Fluid ist barrierearm – Zugang und Nutzung der Sanitäranlagen ist mit einem Rollstuhl möglich. Eine Kinderbetreuung können wir leider gerade nicht stemmen.

Verpflegung

Es wird veganes Essen und eine längere Essenspause geben. Wenn ihr Unverträglichkeiten oder Allergien habe und wir das beim Kochen berücksichtigen sollen sagt uns per Mail an fannysandfanyas@riseup.net Bescheid.

Schutz

Wir behalten uns den Ausschluss von Personen vor, die bei faschistischen, autoritär “kommunistischen“ (bolschewistischen, leninistischen, stalinistischen, etc), transfeindlichen oder sexarbeiter*innfeindlichen Organisationen aktiv sind oder mit diesen in Verbindung stehen, vor.