
Am Freitag, den 14.08.2026 findet unser nächstes Kennenlerntreffen statt. Um das ganze etwas zu strukturieren gibt es neben zwei Phasen, wo wir einander und die Gruppe vorstellen – jetzt jedes Mal mit einem Vorschlag für ein Diskussionsthema. Selbstverständlich ist immer nur ein Vorschlag.
Unser Vorschlag für den 14.08 ist:
Themenvorschlag für den 14.08: Gegen Terror, Überwachung und Kontrolle – Als Queers in die Offensive?
Stonewall ist bald 60 Jahre her und es scheint als ob die Queer Community fast überall nur noch Abwehrkämpfe führt: Angriffe von kartoffeligen Rechten, religiösen Fanatiker*innen und auch autoritären Linken gegen die Community nehmen massiv zu. Zugelassen oder oft unterstützt werden sie vom Staat. Dieser kürzt gleichzeitig die paar erkämpften Almosen.*
Die patriarchalen Kontrollstrukturen: Ehe, die Norm der Monogamie, die Abstammungsfamilie werden durch direkt und indirekte Gesetze und damit Gewalt seitens des Staates weiter erhalten.
Für viele nicht-kartoffelige und nicht-weiße Queers hat die staatliche Repression nie aufgehört. Gewalt durch den Staat betrifft auch viele trans Personen. Nicht-binäre Menschen haben keinen Zugang mehr zu vollständiger Gesundheitsversorgung. Und über Allem steht der Schatten, dass wir bald alle wieder in Lager gesteckt werden – unterstützt durch die gleiche Überwachung, die angeblich unserem Schutz dient.
Queere Selbstbestimmung und Freiheit wurde nie auch nur annähernd erreicht.
Wie können wir zurück in die Offensive gehen – Stonewall lebendig sein lassen? Uns der Spaltung durch diese Gesellschaft und ihren Herrschaftsformen mutig entgegenstellen? Und was wäre eine queer-anarchistische Perspektive, welche die Zerstörung dieser Herrschaft und Befreiung nach Vorne stellt statt die Repräsentation von (starren) Identitäten? Das sind mögliche Fragen.
Let’s discuss and let’s fight forward!
*Welcher zuvor aus unser Arbeit geraubt hat.
PS: Es wird auch gedruckte Exemplare der neuen Broschüre Gays, Crazies, and Motherfuckers: Anarchists in the Stonewall Uprising geben.
Hier auch nochmal die allgemeine Ankündigung
Die Weltlage scheint aussichtslos. Das Wachstum des Faschismus ist sehr vielen bewusst.
Manche wollen aus Angst vor Veränderung, dass es noch schlimmer wird, den Status Quo um jeden Preis verteidigen. Andere suchen die Hoffnung in immer wieder auf schrecklichen Weise gescheiterten Utopien wie der Sowjetunion.
Ihre Antwort hat eines gemeinsam – sie bedeutet mehr Mach für den Staat – mehr Kontrolle, mehr Herrschaft. Immer weniger Freiheit. Am Ende wird dann nach unten getreten gegen die Beherrschten statt gegen die Institutionen der Herrschaft.
Dieser Einladung ist nicht für sie. Dieser Text ist für dich, wenn du daran zweifelst oder es ablehnst.
Freiheit, Kreativität, Selbstbestimmung und Solidarität – sie wirken im ferner – wie eine Utopie, die unerreichbar ist. Dabei sind Menschen weder von Natur aus unterdrückerisch noch ist die jetzige Art zu leben alternativlos.
Wir glauben nur, dass es nichts anderes geben kann, weil wir von Staat und Kapitalismus, von Patriarchat und Kolonialismus, von Abelismus und Anthropzentrismus¹ dazu gebracht werden dies zu verinnerlichen.
Wir wollen in Bochum einen Ort schaffen, der uns erinnert, dass Menschsein – das Leben – etwas anderes sein kann. Er soll keine Freiraum sein, sondern ein Ort der Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, ein Ort des Widerstandes und ein Ort der Erinnerung daran, dass Menschsein und Leben nicht so sein müssen.
Bis wir diesen Ort haben, treffen wir uns jeden 2ten Freitag (Nächste Termine: 14.08, 11.09, 9.10 ) zum Kennlernen und Diskutieren in einem Café in der Bochum Innenstadt. Zeit: 15:30 -18.00 Uhr
Ort auf Anfrage per Mail an fannysandfanyas.riseup.net oder per Signal über diesen Link.
Falls du an den Termin(en) keine Zeit habt, besteht auch die Möglichkeit was Anderes auszumachen.
Melde dich dich einfach bei uns.